Die Ev. Luth. Stadtkirchengemeinde Hagen...

... ist mit knapp über 8.000 Gemeindegliedern eine der größten Kirchengemeinden im Kirchenkreis Hagen.
Den Namen verdankt die Gemeinde ihrer zentralen Lage in der Innnenstadt von Hagen.
Unsere Gemeinde enstand im Jahr 2002 durch die Fusion der ehemaligen Johanniskirchengemeinde und der Lutherkirchengemeinde.
Aus aktuellem Anlass...

 

Am 15.März werden wir gemeinsam mit der kath. Marienkirche die Glocken läuten...Hier ist der traurige Grund 

In den Abendstunden des 15. März 1945, zwischen 20.30 Uhr und 20.45 Uhr, richtete sich ein britischer Flächenangriff von 275 Maschinen gegen die südwestfälische Großstadt Hagen. Rund 1.000 Tonnen Bomben, mehr als die Hälfte davon bestand aus Stabbrandbomben, fielen nach den über Sprechfunk gegebenen Anweisungen eines “Masterbombers”, der in einer “Mosquito” fliegend den Angriffsablauf steuerte, konzentriert auf die Hagener Innenstadt und die angrenzenden, dicht bebauten Stadtviertel. Über eine Stunde nach dem Ende des schweren Luftangriffes, gegen 22.00 Uhr, griffen zehn “Mosquitos” noch einmal die brennende Stadt an, um die Lösch- und Bergungsarbeiten zu behindern und um einen bevorstehenden zweiten „Großangriff“ vorzutäuschen.

Die 24 deutschen Nachtjäger, die auf den am Angriff auf Hagen beteiligten Verband angesetzt wurden und am Ende des Luftangriffs gegen 20.40 Uhr über dem Stadtgebiet eintrafen, sowie acht im Raum Hagen stationierte schwere Flakbatterien schossen insgesamt zehn Maschinen ab, davon die meisten durch Nachtjäger auf dem Rückflug bis in den nordfranzösischen Raum. Eine Maschine, mit großer Wahrscheinlichkeit handelte es sich um die gegen 18.08 Uhr am 15. März 1945 auf dem ostenglischen Flugplatz in Little Staughton gestartete “Lancaster” Mk III ND849 der 582. Bomb Squadron, stürzte zu Beginn des Angriffs auf die Innenstadt ab, wodurch die gesamte siebenköpfige Besatzung den Tod fand. Ein “Halifax”-Bomber erhielt über Hagen so schwere Flaktreffer, dass die Maschine in Belgien eine Notladung unternehmen musste. Auf dem Zielanflug kurz vor Hagen wurde auch die um 17.07 Uhr auf dem Flughafen East Moor gestartete Halifax NP689 der kanadischen 432. Bomberstaffel in 4.800 Metern von der Flak getroffen; sie stürzte hinter Düsseldorf auf linksrheinisches Gebiet.

Den Alliierten bot sich bei einer Auswertung der am Vormittag nach dem Luftangriff entstandenen Aufklärungsfotos in Hagen das Bild einer vollständigen Verwüstung: “On smoke-covered prints of poor quality, a very large area of devastation is visible in business/residential areas and housing estates located East and North-East of the Hagen West Railway Station. Many blocks of buildings have been almost totally gutted in this area, an heavy damage is visible in the semi-circular housing in the North-East. Scattered additional heavy and moderate damage is visible on buildings East and South-East of the Station, some of which are still smoking.”

Zahlreiche schwere Minen- und Sprengbomben explodierten am Abend des 15. März 1945 im Umfeld des überfüllten, in der Nähe des Hagener Hauptbahnhofes gelegenen Hochbunkers in der Körnerstraße. Bei einem „Volltreffer“ auf den Bunker, der die rund 150 cm starke Außenwand durchschlug, wurden mehr als 400 Menschen getötet; bis zu 700 Menschen verloren bei diesem Angriff in Hagen ihr Leben. Für die Bevölkerung in Hagen war der letzte britische Flächenangriff auf ihre Stadt am Abend des 15. März 1945, glaubt man den verschiedenen zeitnahen Tagebucheinträgen und anderen Aufzeichnungen, eine Apokalypse größten Ausmaßes. „Es war ein Inferno, wie es selbst die Fantasie eines Dante kaum schlimmer hätte ersinnen können“, lautete drei Jahre nach Kriegsende der Versuch eines Chronisten, den durchlebten Schrecken in Worte zu fassen.

Die Luftschutzleitung in Hagen vermutete wegen des gewaltigen Ausmaßes der Schäden sogar, dass 800 Maschinen an diesem Angriff beteiligt waren, die auf die Stadt mehr als 600 schwere Spreng- und über 500 Minenbomben sowie Zehntausende Stab- und Phosphorbrandbomben abgeworfen hatten.

 

Eine Rotkreuz-Schwester erlebte am Abend des 15. März 1945 in einem Hochbunker in Hagen ein schweres Bombardement auf die Stadt. In ihr Tagebuch notierte sie daraufhin Folgendes: „Im Bunker herrscht Panikstimmung. Schreiende Frauen, schreiende Kinder, verwundete Menschen wurden im letzten Moment hereingelassen, dann werden die dicken eisernen Türen geschlossen. Der Bunker bebt. Mal stärker, mal leiser. Der Luftdruck, durch die Luftminen verursacht, dringt durch die eisernen Türen und saugt sich in den Ohren fest. Es gibt starke Erschütterungen, es prasselt vom Himmel herunter, man kann nicht denken, man möchte schreien, um sich zu wehren.“ 

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